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Burgas - Oberg


Der Rückweg... zwischen Müll, Kultur und Balkanspezilitäten


Obwohl noch fast eine Woche vor uns liegt, machen wir uns am nächsten Morgen zwar ausgeschlafen, aber etwas wehmütig auf Heimweg. Was uns letztes Jahr noch ziemlich fremd vorkam, ist uns nun jetzt geradezu vertraut samt Straßenzustand. Wir bekommen fast Heimatgefühle !

Unser erstes Ziel ist Plowdiw, Weltkulturerbe und zweitgrößte Stadt Bulgariens. Wir erreichen die Stadt schon ziemlich früh, beziehen ein schönes Hotelzimmer mit Dachterrasse und Hollywoodschaukel und begeben uns gleich zu den bekannten Orten, einem antiken Theater und Stadion, Ausgrabungen aus der Römerzeit, bummeln durch die nette Altstadt und kehren zum Essen in ein typisch bulgarisches Restaurant. Spezialität: unser geliebter Schopska-Salat und ein Megafleischspieß!

Am nächsten Tag verlassen wir Bulgarien und begeben uns nach Serbien, auch, wo wir noch letztes Jahr Respekt vor der EU-Außengrenze hatten, sind die Kontrollen eher lasch und gehen zügig, ohne große Kontrolle von Statten. Nur womit wir nicht gerechnet haben, es ist Wochenende und vermutlich eines der Letzten Ferienwochenende in ganz Europa. Die Schlangen an der Grenze sind schier endlos, alles Rückkehrer aus der Türkei, die sich in alle Herrenländer Europas verteilen wollen. Wir lesen Nummernschilder an den PKW´s: GB, NL, F, D, A usw., die Autos voll mit Mensch und Gepäck. Wir haben das Glück der Motorradfahrer und schlängeln uns bis zu den Kontrollen durch.

Aus Serbiens gut ausgebauter Autobahn geht es ein paar Kilometer zügig voran und wir holen die verlorene Zeit wieder ein. Eigentlich wollten wir Pause an 1-2 Rastplätzen entlang der Autobahn machen. Diese sind überfüllt mit Mensch, Tier und Blech.Müllberge, über Müllberge und Gestank von Hinterlassenschaften des menschlichen Rastens lassen uns dann doch gleich wieder durchstarten. Wir sind froh, die Autobahn wieder verlassen zu können.

Belohnt werden wir dann durch die Fahrt durch den uns völlig unbekannten, aber wunderschönen Naturpark Sicevo Canyon. Unser nächstes Übernachtungsziel ist Nis, drittgrößte Stadt Serbiens und Austragungsort des auf dem Balkan bekannten Jazzfestival "Nisville". Wir besuchen das dazugehörige kleine Jazzmuseum. Auch ansonsten ist die Stadt sehr sympatisch und gastfreundlich, samt unseres kleinen Hotels.

Weiter geht es quer durch Serbien in die Stadt Sabac, die Stadt ist nicht so sympatisch, aber dafür kehren wir in ein Restaurant ein, wo wir eines der leckersten Steaks unseres Lebens zu einem für uns sehr günstigen Preis essen. Laut Kellner von heimischen Rindern.

An dem kleinen Grenzübergang nahe des kleinen Ortes Nagelsdorf passieren wir am nächsten Tag Ungarn. Der Balaton empfängt uns in Balatonkenese mit dunklen Wolken. Man merkt, hier geht langsam die Saison zu Ende. Zu essen bekommen wir nur etwas am Imbiss nebenan und dank der sehr gut deutsch sprechenden und sympatischen Inhaberin, mäkeln wir auch nicht am Essen rum. 

Das Wetter ist wie unsere Laune, am nächsten Morgen schüttet es wie aus Eimern. Was soll`s, da müssen wir durch. Seit Anfang der Tour in Polen hatten wir kaum mehr Regen und Kälte und so nehmen wir es gelassen.

Noch 2 Übernachtungen und unsere Reise geht zu Ende. Die Pension Kim-Ex in Znaim, wo wir letztes Jahr schon Halt machten, erwartet uns bereits mit der netten Wirtin. Noch eine Übernachtung in Chomutov, Tschechien unweit der deutschen Grenze.

Nach einer zügigen Fahrt durch Deutschland, erreichen wir Oberg am nächsten Nachmittag.

Wir können es kaum fassen wir sind zurück von unserer großen Abenteuertour!

Hier scheint sich nichts verändert zu haben, außer das ein großer Sturm genau durch unseren Garten fegte... Es gibt wieder genug zutun, aber unsere Eindrücke werden wir wohl so schnell nicht verarbeiten... Alles wirkt wie ein großer Traum!

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