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Lgov - Woronesch - Tambov - Pensa


Russland über Land - von den Städten bekommen wir nicht viel mit -


Im Moment tun wir nichts anderes: Fahren, Hotel beziehen, essen, trinken, schlafen, fahren. Woronesch, Tambov, Pensa, von diesen Städten sehen wir nichts. So war es ja auch geplant, wir wollten die ersten Tage in Russland Kilometer machen, um unser eigentliches Ziel, die Wolga, zügig zu erreichen.

Dank der relativ gut ausgebauten Hauptverkehrsstraßen kommen wir auch gut voran.

 

Die Hotelsuche gestaltet sich meist nicht so einfach und ist immer spannend. (Auch die Zimmer in Russland haben wir alle dank eines bekannten Buchungsportal vorbestellt)

Unsere Navis (Berts hat sich wieder eingekriegt) scheinen zu spinnen (meistens Beide!) Entweder stimmen die Koordinaten nicht überein, oder die angegebene Adresse passt nicht, denn die Hotels sind nicht da, wo sie eigentlich sein sollten! Wlan haben wir nur in den Hotels, also keine Internet, um bei Google nachzuschauen. Oder auch der Name des Hotels stimmt nicht, so wie in Woronesch Beides! Wir irren dann etwas herum, fahren noch einmal um den Pudding oder fragen Leute nach dem Weg, meist gestikulierend, da wir ja des Russischen nicht mächtig sind. Da helfen auch ein paar Floskeln nicht, die Bert noch drauf hat. Da wir ja nur auf der Durchreise sind, haben wir Hotels am Stadtrand gewählt. Das Wenden oder Anhalten an den großen Ausfallstraßen ist auch nicht so einfach, wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verlieren.

Durchgeschwitzt ( auch hier ist es sehr warm) finden wir das betreffende Hotel dann doch immer. Begrüßt werden wir meistens mit dem Wort "Passport". (Die Hotels sind verpflichtet, uns jedesmal bei den Behörden anzumelden, um uns zu registrieren). Ab da läuft dann doch alles freundlich! Wem man ein Lächeln schenkt, der gibt (meistens) eins zurück!

Die Zimmer haben oft Klimaanlage, sind geräumig und vor Allem sauber, Standard wie bei uns.

Was die Sprache angeht, sprechen die meisten Menschen kein Englisch. Aber dank Googleübersetzer und Berts kleinen Sprachkenntnissen geht es immer irgendwie, dauert nur länger. Ich kann mittlerweile auch ein paar Standardfloskeln... Danke, Bitte, Hallo, Entschuldigung ;-) Wenn ich dann auch noch ein paar Straßenschilder lesen kann, bin ich mächtig stolz ;-)

Das Essen ist auch ganz gut, allerdings nichts für Vegetarier, denn alles scheint sehr fleischlastig zu sein. Mit der Speisekarte ist es allerdings immer so ein Ding, mit Googleübersetzer würde das ja ewig dauern. So beschränken wir uns im Moment auf Schaschlik (nicht zu verwechseln mit unserem Schaschlik), das sind mächtige Fleischspieße aus Schweine-und/oder Rindfleisch, Kotelett, dazu Kartoffelecken und Salat oder Pizza, die es wie überall auf der Welt auch hier gibt.

Zum Frühstück gibt es  Porridge mit Milch, Spiegelei, evtl. etwas Brot. Marmelade oder gar Brötchen leider nicht! Aber daran kann man sich gewöhnen. Nur mit dem Kaffee ist das so eine Sache. Russen sind Teetrinker. Wenn es Kaffee gibt, dann nur Löslichen. Und mit Glück gibt es auch Milch dazu. Wir haben mittlerweile für Notfälle unseren eigenen Löslichen "Die Krönung" gekauft. 

Der Straßenverkehr ist etwas gewöhnungsbedürftig. Auf den Landstraßen geht es ziemlich rüpelhaft zu. Raser drängeln hinter einem, fahren ziemlich dicht auf, überholen am Berg oder in der Kurve was das Zeug hält, auch LKWs kennen da kein Pardon. Aber alle paar Kilometer steht ein Blitzer. Man warnt sich gegenseitig oder weiß Bescheid. Überholverbote, die gibt es wahrscheinlich deswegen häufig, werden zum Glück immer beachtet! Der Stadtverkehr ist auch anders als bei uns, irgendwie ruppiger, die Kreisverkehre eine Herausforderung! (Mal sehen, wie das so in Samara und Wolograd wird, wo wir Stadthotels gebucht haben!) Vielleicht liegt es auch nur daran, dass wir uns erst daran gewöhnen müssen!

Die Abgase der ungefilterten, alten Diesel-LKWs sind auch sehr nervig. Manchmal kann man vor lauter Ruß kaum etwas sehen. Am Besten, man klappt das Visier runter und hält den Atem an! Auch unsere Warnwesten, die wir immer brav tragen, sind mittlerweile nicht mehr leuchtend gelb und haben einen leichten Grauschleier.

 

Die Landschaft ist ziemlich flach, die Landstraßen schnurgerade, ein Hauch von Kanada. Ein weites Land, in dieser Gegend allerdings wenig Wald, aber dafür viele Getreidefelder, Mais und auch hier endlose Sonnenblumenfelder.

 

Morgen dann, wenn nichts schief geht, werden wir auf Mütterchen Wolga treffen.


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